24.9.2017

Seit ihrer Gründung 1996 hat die AG Kardiale MRT eine internationale Vorreiterrolle beim Einsatz der Magnetresonanztomographie zur Differenzierung von Myokardschäden insbesondere bei der nichtkoronaren Herzkrankheit übernommen. Dabei wurden bereits mehrere neue Ansätze zur qualitativen und quantitativen Charakterisierung von entzündlichen und nicht-entzündlichen Myokardschäden entwickelt, welche mittlerweile Eingang in verschiedene internationale Richtlinien zu Standard-MRT-Protokollen gefunden haben. Darüber hinaus setzen wir uns mit der Risikostratifizierung auf Grundlage der nichtinvasiven Differenzierung myokardialer Schäden insbesondere bei primären und sekundären Kardiomyopathien auseinander. Dies betrifft sowohl Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz (z.B. vor ICD-Implantation), mit führender diastolischer Herzinsuffizienz (z.B. bei Linksherzhypertrophie unterschiedlicher Genese), als auch Herzklappenerkrankungen.


Neben selbst initiierten klinischen Studien, die von der direkten Anbindung an eine kardiologische Abteilung innerhalb eines 1000-Betten-Krankenhauses der Maximalversorgung (HELIOS-Klinikum Berlin-Buch) profitieren, unterstützt die Gruppe regelmäßig Multi-Center-Studien und führt Projekte in Kooperation mit Partnern der Industrie (z.B. Siemens Healthcare) sowie benachbarter Forschungsinstitute (z.B. des Max-Delbrück-Centrum) durch. 
Die Arbeitsgruppe ist ein Teil des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), eine gemeinsame Einrichtung zwischen der Charité und dem MDC Berlin.


Im Rahmen der Evaluierung des MDC wurde ein Research-Report der AG Kardiale MRT erstellt, der hier einsehbar ist:

MDC's Research Report

Im Juni 2011 wurde die Kardiologische Hochschulambulanz des ECRC eröffnet. Diese gewährleistet eine dezidierte Charakterisierung und Mitbetreuung unserer Patienten.

Nationale und internationale Kooperationen finden sowohl durch regen Austausch im Rahmen von Forschungsaufenthalten statt, als auch im Rahmen bi- und multizentrischer Projekte.

Forschungskooperationen

Einen bedeutenden Schritt zu einer Ausweitung der Forschungsaktivitäten in den experimentellen Bereich stellt die maßgebliche Beteiligung der Gruppe an der Gründung der in Berlin-Buch entstandenen Ultra-high-field Facility (B.U.F.F.) dar. Dieses neue Forschungszentrum, welches in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände des Max-Delbrück-Centrums angesiedelt ist, verfügt über ein humanes 7 T-MR-System (Siemens), über ein 3T-MR-Scanner (Siemens) und über ein 9.4 T Kleintier-System (Bruker). Einer der Hauptforschungsschwerpunkte am 7 T-MR-System ist die kardiovaskuläre MRT. Es ist in kürzester Zeit dank der engen Kooperation mit der Forschungsgruppe der B.U.F.F. gelungen (Leitung: Prof. Dr. Niendorf), kardiale MR gangbar zu machen. Damit gehören wir zu den fünf Zentren weltweit, denen es gelungen ist, das schlagende Herz im Ultra-Hochfeldbereich abzubilden.


Eine der Hauptintentionen unserer Forschung ist es, valide Forschungsergebnisse über klinische Forschung rasch den Patienten zugänglich zu machen. Dafür ist die vorhandene Einbindung in die exzellente Forschungsumgebung des ECRC und in eine exzellent ausgestattete Klinik der Maximalversorgung (Klinik für Kardiologie und Nephrologie des HELIOS-Klinikum Berlin Buch) geeignet.

 

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